Amaranth – das Supergetreide, das eigentlich gar keines ist

Amaranth Körner bieten viele Nährstoffe und das sogar glutenfrei!
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Amaranth ist ein getreideähnliches Lebensmittel, das zu der Gruppe der Fuchsschwanzgewächse gehört und in allen wärmeren Zonen der Erde vorkommt.  Die hirseähnliche Pflanze ist reich an Nährstoffen und wird auf dem Speiseplan gerne als Ersatz für Getreide verwendet. Dieses zu den Pseudogetreiden gehörende Korn ist absolut glutenfrei und ist daher  eine willkommene Bereicherung für Menschen, die mit Gluten gesundheitliche Probleme haben.

Die Inkas, Mayas und Azteken kultivierten die Pflanze bereits vor etwa 9000 Jahren. Grabbeilagen mit Samen der Pflanze belegen diese Tatsache. Nicht zuletzt wird sie deswegen auch “Wundergetreide der Inkas“ genannt. Dabei ist Amaranth gar kein Getreide, sondern gehört zur Gruppe der Pseudogetreide, wie z.B. auch Quinoa.  Die finnische Band Nightwish besingt Amaranth als Symbol der Vollkommenheit und ewigen Schönheit.

Amaranth im Dienste der Gesundheit: Fettsäuren und Lecithin…

Die  in  Amaranth enthaltenen Fette bestehen zu 70% aus ungesättigten  Fettsäuren.  Dazu zählen  Omega 3 und Omega 6 zwei wichtige Fettsäuren, die der Mensch über die Nahrung aufnehmen muss. Hinzu kommt Lecithin, dem eine wichtige Funktion bei der Fettverdauung obliegt. Auch das Gehirn sowie die Nerven benötigen Lecithin für ihren Aufbau und ihre Tätigkeit.

…sowie Eisen, Magnesium und Calcium

Der hohe Magnesium- und Calciumgehalt zeichnet die Pflanze gegenüber allen Getreidearten aus. Alle Erkrankungen, die auf Eisenmangel zurückzuführen sind, profitieren von dem Powerkorn. Bei den Indianern wurden blutarme Frauen erfolgreich mit einem Sud aus Amaranth  behandelt. Vermutlich wegen des hohen Eisengehaltes behandelten die Indianer auch bei Blutungen im Magen-Darmtrakt und bei der Wundheilung mit dem Extrakt der Pflanze.

Amaranth Körner bieten viele Nährstoffe und das sogar glutenfrei!

Amaranth Körner bieten viele Nährstoffe und das sogar glutenfrei!

In der Zahnheilkunde hat sich Amaranth bei Parodontose und Karies bewährt. Mehrmalige Mundspülungen und häufiges Gurgeln mit einem Amaranthsud konnte sogar das Zahnfleisch stabilisieren. Man stellt einen Sud durch etwa 10 minütiges Abkochen mit den Pflanzenteilen und Wasser her. Je nach Stärke des Suds ist Ausprobieren angesagt.

Kohlehydrate und Amaranth

Für Personen, die eine kohlehydratarme Ernährung einhalten müssen, ist Amaranth aufgrund seines deutlich reduzierten Anteils gegenüber den herkömmlichen Getreidearten die bessere Wahl.  Die enthaltenen Ballaststoffe sättigen uns schneller und bewirken auch eine gute Darmgesundheit. Mit einem selbst gefertigten Müsli aus Obst und Amaranth beginnt der Tag gesund und vital. Die leichte Verwertbarkeit der lebenswichtigen Stoffe sind für Kinder und ältere Menschen sowie Sportler von großem Vorteil. Zudem schmecken sie nach Nüssen und knacken so schön im Mund.

Der Eiweiss Lieferant Amaranth

In Amaranth finden wir sämtliche Eiweißbausteine die es gibt, dazu ist der Eiweißanteil von hoher Qualität und mit 15-18%  so hoch wie in keinem unserer anderen Getreide. Daher profitieren nicht nur Vegetarier und Veganer von diesen Proteinen, sondern alle, die sich weniger von Fleisch und Wurst ernähren wollen.

Amaranth liefert Lysin

Lysin ist ein lebenswichtiger Eiweißbaustein  und muss mit der Nahrung aufgenommen werden. Gut, dass Amaranth einen sehr hohen Anteil an Lysin besitzt. Lysin hat eine große Bedeutung für den Energiestoffwechsel, die Fettverbrennung  und den Aufbau von Kollagen. Wenn wir zu wenig Kollagen haben, fehlt dem Bindegewebe die Spannung, die Haut runzelt, die Haare fallen aus und die Knochen bauen ab. Angststörungen sollen mit der Anwendung von Lysin gemildert werden.

Wie bereitet man Amaranth zu?

Eine einzige Amaranth Pflanze produziert bis zu 50.000 Körnchen, die kleiner als Senfkörner sind. Kochrezepte gibt es nicht nur für die Samen, sondern auch die Blätter. Dabei sollten die Blätter, die nach einem Mix aus Rucola und Mangold schmecken,  jung geerntet werden. Sie eignen sich für Gerichte, die wie Spinat zubereitet werden. Im Gegensatz zum Spinat sind sie jedoch nitrat- und oxalatarm, was sie für die Verdauung bekömmlicher macht. Die Körnchen gibt es gepufft oder natur.

Gepufft passen sie zu Salaten, Obstsalaten und Müslis, gekocht als Beilage zu Gemüseauflauf, als Beimischung zu Gemüsebratlingen, die Möglichkeiten der Zubereitung sind vielfältig.  Bei der Zubereitung ist folgendes zu beachten:  unter fließend heißem Wasser gründlich spülen, danach in einen Topf mit doppelt so viel Wasser geben, kurz aufkochen lassen. Dann etwa 25 Minuten bei geringer Temperatur köcheln lassen, den Herd abschalten und noch 5 bis 10 Minuten quellen lassen. Ein Teil gemahlener Amaranth vermischt mit zwei Teilen Mehl eignet sich zum Herstellen von kohlehydratarmen Backwaren, wie Brot, Brötchen, Kuchen oder auch Pfannkuchen.

Gerbstoffe in Amaranth

Immer wieder gibt es Stimmen, die den gesundheitlichen Wert des Amaranth in Frage stellen, da dieser ebenso wie Quinoa und Hirse Gerbstoffe enthält, welche die Verwertung der übrigen Inhaltsstoffe reduzieren könnten. Die Versuche, die zu diesen Aussagen führten, wurden jedoch mit einer erhöhten Gerbstoffkonzentration durchgeführt. Hätte Amaranth eine derart hohe Menge wie in den Versuchen praktiziert, würde Amaranth bitter schmecken und niemand würde es freiwillig zu sich nehmen. Zudem sagt man dem Gerbstoff  Tannin eine antibakterielle und antioxydative Wirkung nach, die wiederum auch positive gesundheitliche Vorteile hat.

Amaranth und Bierliebhaber

Ein bisschen bitter freut natürlich die Bierliebhaber: Ökobrauer stellen glutenfreies Bier unter Zusatz von glutenfreiem Getreide her. Das ist zwar äußerst gesund, hat aber auch seinen Preis.

Foto: Kristian Kretschmann

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Kristian Kretschmann

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