Fit mit dem richtigen Öl

Olivenöl zählt zu den besonders wertvollen Ölen
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Untersuchungen an Eskimos, die weit weniger an Herz-Kreislauferkrankungen starben als die dänisch-stämmigen Grönländer,  begründeten die Fett-Forschung in den 70er Jahren durch die dänischen Ärzte Dr. Hans Bang und Jorn Dyerberg. Diese stellten fest, dass die Eskimos zudem weniger LDL-Cholesterin und Triglyzeride im Blut hatten. Sie vermuteten daher einen Zusammenhang mit der Ernährung und erhöhten Herz-Kreislauferkrankungen bei den Grönländern gegenüber den Eskimos. Während die Dänen sich weiterhin auch mit Fleisch ernährten, verzehrten die Eskimos Wal, Seefisch und Robbe. In diesen Lebensmitteln versteckt sich zwar auch sehr viel Fett, aber ein ganz besonders gesundes: Omega-3-Fettsäuren.

Ärzte und Wissenschaftler warnen vor einem hohen Verzehr an Tierprodukten, weil dadurch ein  massiver Mangel am Omega-3-Fettsäuren und gleichzeitig ein Hoch an Omega-6-Fettsäuren herrscht, welcher der Gesundheit schadet. Dagegen verhilft die Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren zur  Aufhellung der Stimmung, vertreibt Ängste und Schlaflosigkeit.

Olivenöl zählt zu den besonders wertvollen Ölen

Olivenöl zählt zu den besonders wertvollen Ölen

Als Botenstoffe und und zum Aufbau der Zellwände benötigt der Körper Omega-3-Fettsäuren, die er  nicht selbst bilden kann. Eine Vorstufe der Omega-3-Fettsäuren EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) ist die Alpha-Linolensäure (ALA). Sie kommt außer in fettreichem Meeresfisch noch in Raps, Leinsamen und Walnüssen vor.

Was macht das Fett im Körper?

Fette speichern Energie, spenden Wärme, verstärken den Geschmack und versorgen den Körper mit lebenswichtigen Vitaminen. Sie tragen zum Stoffwechsel bei, beeinflussen Körperfunktionen, tun der Haut und den Haaren gut. Fette sorgen dafür, dass die Vitamine in den Speisen, die wir verzehren, vom Körper besser verarbeitet werden. Ein Beispiel dafür ist das in der Karotte enthaltene Carotin, eine Vorstufe des Vitamin A. Erst durch Zusatz einer geringen Menge Öl wird das Carotin aus der Karotte gelöst und kann vom Körper verwertet werden.

Die drei Fettsäuren

Einfach ungesättigte Fettsäuren, auch Ölsäure oder Oleinsäure genannt, die in Oliven und Raps enthalten ist, halten die Arterien sauber und bewirken eine Verringerung des LDL-Cholesterins,   schützen somit das Herz und senken den Blutdruck.

Essentielle oder mehrfach ungesättigte Fettsäuren, hier vor allem Linol- und Alpha-Linolensäure, die in pflanzlichen Fetten enthalten sind, sind Säuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann. Ohne diese kommt es zu schweren Mangelerscheinungen beim Menschen, wie z. B. Haarausfall, Infektionsanfälligkeit, übermäßige Hornhautbildung, Wachstumsstörungen. Die essentiellen Fettsäuren steuern das Immunsystem und sind ein wichtiger Baustein zur Zellerneuerung. Wir finden diese mehrfach ungesättigten Fettsäuren in Seefischen, (Makrele, Hering, Lachs,) Nüssen, Distelöl, Maiskeimöl, Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl.

Gesättigte Fettsäuren  kommen in tierischen Fetten, sowie fettreichen tierischen Lebensmitteln vor. Sie sind für die Gesundheit eher schädlich und sollten daher möglichst vermieden werden.

 Fettbegleitstoffe

Wir finden Lecithin, Cholesterin und fettlösliche Vitamine, die fettähnliche Stoffe sind, in Fleisch oder Ei. Lecithin ist für die Nerven und das Zellwandgewebe zuständig. Cholesterin ist ein wichtiger Bestandteil für die Zellmembran und  Ausgangssubstanz um verschiedene Hormone, Gallensäure und Vitamin D herstellen zu können. Die fettlöslichen Vitamine A, D, E und K schützen die Zellen des Körpers, halten die Schleimhäute gesund und stärken Zähne und Knochen.

Die Fettbegleitstoffe finden sich natürlich auch in pflanzlichen Speiseölen wie Lein-, Walnuss-, Raps- und Olivenöl, in denen viel Alpha-Linolensäure enthalten ist.

Eine deutliche Reduktion des Fettkonsums aus tierischen Quellen müsste erfolgen, was aber nicht gleichsam ein Verzicht auf Genuss bedeutet. 30% der Nahrungsaufnahme in Form von Fett sollte nicht überschritten werden. Zu viele gesättigte Fettsäuren in Form von etwa fettigem Fleisch und Wurstwaren gefährden Herz- und Kreislauf und tragen zu Übergewicht bei. Das richtige Öl, wohl dosiert, macht erwiesenermaßen schlank.

Wie wird das Öl aus Pflanzen gewonnen?

Öle sind Fette, die bei Raumtemperatur flüssig werden. Dafür verantwortlich ist der hohe Anteil an ungesättigten Fettsäuren. Pflanzenöle werden aus fetthaltigen Früchten und Samen gewonnen. Das wertvollste Öl wird schonend kalt gepresst und erreicht bei diesem Vorgang höchstens 40°C. Für die preislich günstigere Massenproduktion gibt es zwei verschiedene Verfahren, die die Ausbeute erhöhen.  Die Ölsaat wird entweder erhitzt (zwischen 100°C und 180°C je nach Ölsorte), oder sie wird durch Zusatz von Leichtbenzin und späterem Entfernen mit Wasserdampf verarbeitet.  Übrig dabei bleibt ein geruchloses, klares Öl ohne Fettbegleitstoffe, Vitamine, Aromastoffe und Lecithine, welche den Nährwert des Öls für den Körper bestimmen.

Wie soll Öl aufbewahrt werden?

Es gibt mehr als 30 Sorten bekannter Öle. Die meisten Verbraucher greifen zu Oliven-, Sonnenblumen- und Distel Öl. Dabei haben daneben viele andere Öle Gesundheit und Genuss fördernde Eigenschaften und bereichern unseren täglichen Speiseplan. Die Öle sollten im Grunde kühl und dunkel aufbewahrt werden.

Öl-Diät

Die Apothekerin und Chemikerin, Frau Dr. Johanna Budwig,  war sogar der Meinung, dass die von ihr begründete Öl-Eiweiß-Kost gegen Krebs helfen würde. Diese Kost beinhaltete eine Mischung aus Leinöl mit Magerquark. Nachzulesen ist diese Diät in ihren Büchern Öl-Eiweiß-Kost  und Krebs – das Problem und die Lösung.

 Öle im Dienste der Schönheit

 Als Körper- und Massageöle werden naturbelassene Pflanzenöle gerne verwendet, da sie in die oberen Hautschichten eindringen und deren Funktionen von innen in Gang bringen. Die ayurvedische Massage bevorzugt Sesamöl, da es eine besonders entgiftende Wirkung besitzt, sowie gut für die Muskelentspannung sein soll. Eine Mundspülung reinigt die Mundhöhle, ist wegen des hohen Gehaltes an Kalzium gut für Zähne und Zahnfleisch und wirkt entschlackend auf den Gesamtorganismus.

Was hindert uns noch daran, uns mehr unseren hochwertigen Ölen zuzuwenden? Wir sollten dabei nicht zu sehr auf den Geldbeutel achten, lieber mal ein Genussmittel weglassen und etwas für die Stimmung, den Körper und die Lebensqualität tun.

Buchtipp – für alle, die mehr über gesunde Öle und Fette wissen möchten

Schluß mit der Diskriminierung von Fetten fordert das Buch Mehr Fett! – Warum wir mehr Fett brauchen, um gesund und schlank zu sein. Denn vor allem Öle und Fette werden also kalorienreiche Lebensmittel in Zusammenhang mit Fettleibigkeit und ungesunder Ernährung gebracht.Dabei lohnt sich genaueres Hinsehen, denn Fett ist nicht gleich Fett.Das Buch erklärt, warum wir Fette brauchen, welche Aufgaben sie im Körper haben und wie sie uns tatsächlich helfen gesund und fit zu bleiben.

Foto: Pawel Kryj / sxc.hu

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Kristian Kretschmann

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