Hafer – das gesunde Getreide mit wenig Gluten

Haferflocken
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Hafer gehört zu den Rispengräsern und dient heute in der Landwirtschaft vornehmlich der Ernährung der Pferde. Für die gesunde Ernährung im Alltag spielt er jedoch bis heute auch für den Menschen eine wichtige Rolle. Erste Funde um 2400 v. Chr. belegen die Existenz der Pflanze in Europa. Mit der Einführung der Kartoffel in Deutschland im 17. Jahrhundert, aber auch durch den Anbau anderer Getreidearten, wurde der Hafer als Hauptnahrungsmittel vom Speiseplan verdrängt.

Die Inhaltsstoffe des Hafers und ihre Wirkung auf den Organismus

Hafer ist nährstoffreich und enthält sehr viel Eiweiß mit acht essentiellen Aminosäuren, sowie wertvolle Vitamine, Mineralstoffe und einen geringen Anteil an Gluten. Daher schenkt der Verzehr von Hafer Energie und  stärkt die Nerven. Die leicht verdaulichen Kohlehydrate und Schleimstoffe, die im Hafer enthalten sind, quellen in Wasser auf und schützen so die Schleimhäute des Verdauungstraktes. Bei Entzündungen, Sodbrennen oder Reizmagen bringt eine Mahlzeit aus Haferbrei spürbare Entlastung der Beschwerden.  Hier sollte der Brei mit Wasser kurz aufgekocht und etwas Salz beigefügt  werden. Wenn die Beschwerden abgeklungen sind, kann der Brei mit Milch zubereitet werden.

Die basischen Stoffe Natrium, Kalium und Calcium, die in der Samenschale des Hafers zu finden sind, können  Ängste verringern, den Schlaf verbessern und die Stimmung aufhellen. Eine knappe Tasse Haferflocken mit einer halben Tasse Haferkleie vier Wochen  lang täglich  entweder als Brei oder im Müsli gegessen, kann den Cholesterinspiegel um fünf Prozent senken. Das hilft den Arterien und dem Herzen und soll ebenso wirksam sein wie die handelsüblichen Cholesterintabletten.

Hafer und seine positive Wirkung bei Diabetes

Zink und Chrom, lösliche und unlösliche Ballaststoffe, Saponine sowie der hohe Gehalt an Magnesium entlasten die Bauchspeicheldrüse indem die Insulinausschüttung erhöht wird und der Blutzuckerspiegel sinkt.

Aus diesem Grunde werden für Diabetiker Haferkuren angeboten. Sie sollen  innerhalb von drei Tagen die Blutzuckerwerte stark verbessern. Eine amerikanische Studie mit 40.000 Teilnehmern, die Hafer verzehrten, zeigte eine Verringerung von annähernd 20% an Diabetes zu erkranken. Das Risiko krank zu werden wurde bei einem regelmäßigen täglichen Verzehr von kleinen Mengen Haferflocken und über einen  längeren Zeitraum  sogar um rund 30%  reduziert. So kann der Verzehr von Haferflocken die Belastung für den Körper durch die Einnahme eines Medikamentes verringern.

Über die Wirksamkeit dieser Ernährungsform als Zusatz zur medikamentösen Behandlung sollte bei einer bereits bestehenden Erkrankung in jedem Falle mit dem behandelnden Arzt gesprochen werden, um eine mögliche Verbesserung der Werte zu überprüfen.

Wie Sie mit der richtigen Ernährung Krankheiten vorbeugen und heilen – Buchtipp

„Mehr als die Hälfte unserer Erkrankungen sind ernährungsbedingt“, finden Dr. med. Anne Fleck, Dr. med. Jörn Klasen und Dr. med. Matthias Riedl. Da ist es dann doch das Naheliegenste, die Ernährung zu überdenken, statt blind zu Medikamenten zu greifen.In ihrem Kochbuch zur Fernsehsendung Wie Sie mit der richtigen Ernährung Krankheiten vorbeugen und heilen geben die „Ernährungs-Docs“ erste Hilfe zur Selbsthilfe und zeigen wie bei Typ-2-Diabetes, Migräne oder Fettleber mit speziellem Essen oft mehr erreicht werden kann als mit Tabletten.

Hafer – ein altes Naturheilmittel wird wiederentdeckt

Forscher, welche die Wirksamkeit bei der Anwendung von Hafermehl in der russischen Volksmedizin als Hausmittel bei Bleivergiftungen untersuchten, haben festgestellt, dass einige Getreidearten Stoffe enthalten, die Schwermetalle im Körper binden, und zusammen mit den Ballaststoffen wieder ausscheiden. Dabei fanden sie heraus, dass der Hafer die höchste Wirkung bei der Ausleitung von Metallen erzielte.

Das Silizium  im Hafer schützt das Bindegewebe, hält die Arterien elastisch. Dies verringert das Risiko an Arteriosklerose zu erkranken. verbessert die Haarstruktur, festigt die Nägel. Die B-Vitamine, Vitamin E, Folsäure und Carotinoide stärken das Immunsystem und versorgen die Nerven. Das kann zur Stressreduzierung und zu einem besseren Schlaf beitragen. Carotinoide sind wichtige Helfer bei altersbedingten, geistigen sowie körperlichen Erkrankungen.

Hafer richtig zubereiten und geniessen

Haferflocken

Haferflocken – das Getreide Hafer ist reich an Ballaststoffen, ungesättigten Fettsäuren, sowie Mineralstoffen

Beim Verzehr von Hafer sollte immer das volle Korn verwendet werden, da nur dort die wertvollen Inhaltsstoffe in größeren Mengen vorhanden sind. Ein Haferbrei zum Frühstück kann mit Obst und Nüssen, je nach Geschmack, zubereitet werden. Entweder man lässt die Flocken mit warmer Milch kurz aufkochen, oder man verzehrt die  Flocken roh. Haferflocken in Rohkostqualität sind besonders schmackhaft. Der Hafer wird in kaltem Wasser zum Keimen gebracht und in einem Mörser zerquetscht.

Hafer, der vor der Blüte geerntet wird, bezeichnet man als grünen Hafer.  Tee aus grünem Hafer über einen längeren Zeitraum angewendet, entschlackt und hilft bei Schlafstörungen. Dazu nimmt man einen Viertelliter heißes Wasser, gießt es über einen Teelöffel grünen Hafer, lässt das Ganze 15 Minuten  ziehen und trinkt vier Wochen lang täglich drei Tassen.

Hafer und Wellness – zwei die sich verstehen

Hervorzuheben ist der hohe Anteil von Biotin im Hafer (Vitamin B7), welches auch Schönheitsvitamin genannt wird, wegen seiner besonderen Wirkung für Haut, Haare und Nägel. Nicht nur das Korn auch der Halm birgt viele Inhaltsstoffe in sich. Quellstoffe, Vitamin A und Kieselsäure wirken sich positiv auf juckende, entzündliche und fettige Haut aus. Ein Sud aus 100 g Haferstroh mit 3 l Wasser 20 Minuten gekocht, als Badezusatz bei einer Anwendung von höchstens 15 Minuten, hilft die Haut zu beruhigen und die Beschwerden abklingen zu lassen. Entsprechend kann die Mengenangabe bei einer lokalen Anwendung reduziert werden. Allerdings sollten die Anwendungen zwei Mal die Woche nicht überschreiten.

Eine weitere Variante für die Badewanne: Füllen Sie etwa zwei Esslöffel Haferflocken in ein Baumwollsäckchen und steigen Sie damit ins Bad. Im warmen Wasser immer wieder die Masse durchkneten bis milchig weißer Brei austritt. Betupfen Sie die betroffenen Stellen und auch das Gesicht damit. Die Haut wird dadurch gereinigt, fühlt sich geschmeidig an und wird mit Nährstoffen versorgt.

Bei der Verwendung von Hafer als Naturheilmittel sollte bei länger anhaltenden körperlichen Beschwerden in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

Foto: Peter Galbraith / freeimages.com

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Kristian Kretschmann

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