Richtiges Atmen sorgt für Energie und Entspannung

Atemluft
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Die Luft um uns herum ist so allgegenwärtig und selbstverständlich und vor allem kostenlos, so dass wir sie fast nicht mehr beachten, nicht zu schätzen wissen. In Äußerungen wie: “Der ist Luft für mich“, drücken wir unsere Geringschätzung deutlich aus. Dabei ist unsere Luft das Lebenselixier Nummer eins. Wir können wochenlang ohne Nahrung auskommen, tagelang ohne Flüssigkeit leben. Ohne Luft allerdings schaffen es die Geübtesten nur wenige Minuten zu überleben.

Atemluft

Bewusstes Atmen sorgt für Entspannung

Vom ersten Schrei an bis zum letzten Atemzug begleitet uns der Atemreflex, im Laufe eines normalen Menschenlebens über 700 Millionen mal. Unser vegetatives Nervensystem steuert die Atmung, jederzeit im Wachzustand ebenso wie im Schlaf. In allerlei Redewendungen versteckt sich die Wichtigkeit der Luft für den Menschen. Wir leben in einer atemberaubenden Zeit, ersticken in unseren Schwierigkeiten, sehnen uns nach einer Atempause. Es stockt uns der Atem, die Puste geht uns aus, wir schnappen nach Luft.

Falsches Atmen

Will man den Aussagen von Fachleuten glauben, so atmen 90% der Bevölkerung falsch oder ungenügend. Bewegungsmangel, Reizüberflutung, Angst, Stress, können zu flacher und gepresster Atmung führen. Wir beißen die Zähne zusammen, unterdrücken unsere Gefühle, statt ihnen Luft zu verschaffen. Das wiederum bewirkt, dass das Atemvolumen ungenügend genutzt wird, weniger Sauerstoff in den Körper gelangt und gleichzeitig weniger Kohlenstoff ausgeatmet werden kann. Die Lunge entgiftet nicht richtig, die Spannung in der Muskulatur steigt an, der Körper ist gegen Schmerz unempfindlicher. Das ist in besonderen Situationen hilfreich. Im Normalfall jedoch schadet es dem Blutkreislauf, denn er benötigt den Sauerstoff zur Gesunderhaltung der Körperzellen und des Gehirns. Dadurch können auf Dauer Müdigkeit und Konzentrationsschwäche sich bemerkbar machen.

Achten Sie auf den Atem

Bei jedem Atemzug nimmt der Mensch etwa 1/3 Liter Luft mit 20% Sauerstoff auf, der über die Lungenbläschen weiter transportiert wird. Beim Ausatmen wird die verbrauchte Luft wieder nach außen abgegeben. Mangelnde Versorgung mit Sauerstoff und dadurch bedingt, steigender Kohlensäuregehalt führt zur Unterversorgung verschiedenster Organe, von Herz, Gehirn und Muskeln.

Je nach Kondition und Atemtechnik kann der Sauerstoff vom Körper nur zwischen 3% und 8% verwertet werden. Um unseren Atem zu überprüfen und das richtige Atmen zu lernen, sollte wir genau darauf achten, wie wir atmen. Dazu sollten wir uns täglich etwas Zeit nehmen, um dies zu trainieren. Zehn bis zwanzig Übungseinheiten sollten es höchstens sein. Dabei erleichtert es vielleicht, sich eine entspannte Situation vorzustellen und sich dabei selbst zu überprüfen. Sind wir verkrampft im Schulterbereich, ziehen wir gar den Bauch ein bei unserer Atmung? Atmen wir richtig durch die Nase ein und den leicht geöffneten Mund wieder aus? Das Ausatmen sollte dabei doppelt so lange sein wie das Einatmen.

Richtiges Atmen

Anhänger des Atemtrainings bezeichnen dieses als billigstes Mittel zur Erlangung und Erhaltung ihrer Gesundheit. Sie wenden die Atemwahrnehmung an, um Organfunktionen verschiedenster Art zu stärken, das vegetative Nervensystem zu beeinflussen und die Lebenskraft zu steigern. Dabei ist ihnen ein ruhiges und gleichmäßiges Atmen besonders wichtig, weil es eine beruhigende Wirkung auf unsere Gefühlswelt hat.

Mit einfachen Techniken, der Ein- und Ausatmung, wie zum Beispiel Lachen, Weinen, Gähnen, also insgesamt alles Formen der Wechselatmung, erreichen wir einen positiven Einfluss auf Körper und Psyche. Ein Spaziergang an der klaren Luft der Berge, des Meeres oder Waldes unterstützt und fördert die Atmung, während die Luftverschmutzung diese manchmal sogar lebensbedrohlich einengt.

Lebendiger Atem

Nicht nur in christlichen Schriften, auch in fernöstlichen Kulturen, Religionen, Philosophien, medizinischen Anwendungen und Kampfkünsten findet die Atembeherrschung starke Beachtung. Als Beispiel sei hier die 3000 Jahre alte Meditations- und Konzentrationsform Qi-Gong genannt, in welcher der Atmung große Aufmerksamkeit geschenkt wird. Sie eignet sich für Menschen jeden Alters, auch für Solche ohne sportliche Ambitionen.

Die indische Philosophie Yoga, hier besonders der Zweig des Pranayama, legt ihren Schwerpunkt und ihre spezielle Aufmerksamkeit auf die ruhige, entspannende und tiefe Atmung. Der chinesische Philosoph Konfuzius, der die menschliche Ordnung als zentrales Thema seiner Lehren propagierte, sagte über die Luft: “Wer sich mit Luft ernährt, leuchtet wie ein Gott und lebt lange.“

Geschäftsidee Luft

Da Luft uns allen gehört und sogar nichts kostet, haben pfiffige Mitmenschen Ideen entwickelt, damit sogar Geld zu verdienen. Gegen den Smog verkauft ein chinesischer Multimillionär Luft in Dosen. Zwei junge Saarländer verkaufen, als Gag gedacht, 100% Bio Luft, von Hand in Dosen verpackt. Sie soll den in der Ferne weilenden Saarländern ihre “Hauptsach gudd gess“ Heimat in der Erinnerung warm halten. Gleich mehrere Dinge teilen sich den Namen “Berliner Luft“: Pfefferminzlikör, eine Dessertkrem und der Titel eines Musikstückes von Paul Lincke.

Luft in Industrie und Technik

Wie wichtig und unersetzlich Luft nicht nur für unser eigenes Leben ist, zeigt die Tatsache, dass sie in Industrie und Produktion aus unserem Alltag nicht weg zu denken ist. Luft als Transportmittel für andere Substanzen, als Hilfsstoff für chemische Vorgänge, zum Abtransport von Schadstoffen, als Reaktionsmittel bei Verbrennungen, als Zugabe zur Herstellung von Schaum- und Leichtprodukten und nicht zuletzt als Hilfe bei Steuerungen und Regelungen in technischen Anlagen. Sollten wir unter all diesen Voraussetzungen nicht zum Hüter unserer Luft werden?

Marcelo Terraza / sxc.hu

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Kristian Kretschmann

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