Präimplantationsdiagnostik – vom Kinderwunsch zum Wunschkind

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Der erste Job, die große Liebe und irgendwann kommt der Wunsch eine Familie zu gründen. Ist der Wunsch erstmal da, soll es dann auch schnell klappen mit dem Nachwuchs. Statistisch gesehen ist es dann in Deutschland meist nach 4 so weit, die Schwangerschaft beginnt und mit ihr eine aufregende Zeit für alle Beteiligten. Aber garantiert ist das leider nicht, denn bei vielen Pärchen will es einfach nicht klappen. Die Gründe dafür sind vielfältig und können in der verminderten Spermienqualität des Mannes bis hin zum gestörten Hormonhaushalt der Frau  zu suchen sein. Wie gut, dass die modernen Medizin hier mittlerweile gut helfen kann: Reproduktionsmediziner verwirklichenden unerfüllten Kinderwunsch.

Risiken bei der künstlichen Befruchtung

Doch auch in der modernen Reproduktionsmedizin bestehen Risiken. So werden z.B. die erstgebärenden Frauen immer älter – der Karrierewunsch ist dann doch meist höher. So sind Frauen bei der Geburt ihres ersten Kindes statistisch gesehen 29,6 Jahre alt. Auch bei Patienten, bei denen das Risiko einer Übertragung chromosomischer Veränderungen oder von Defekten, die in einem einzelnen Gen bestehen oder schlicht bei Paaren, bei denen es wiederholt zu Fehlgeburten kam, will man bei der künstlichen Befruchtung auf Nummer Sicher gehen. Hier kommt dann die Präimplantationsdiagnostik (PID) ins Spiel. Dabei wird ein Embryo vor dem Einsetzen in die Gebärmutter auf Gendefekte hin untersucht. In Deutschland ist die die Präimplantationsdiagnostik  nur in sehr engen Grenzen erlaubt, viele Paare suchen sich daher Kliniken im Ausland.

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Unerfüllter Kinderwunsch muss dank Reproduktionsmedizin nicht sein.

Kritiker der PID befürchten nämlich, dass Embryonen willkürlich beeinflusst werden können. So ist es durchaus möglich, das Geschlecht zu bestimmen und z.B. männliche Embryonen auszusortieren und der Mutter ein weibliches einzupflanzen. Zwar kann das bei gewissen genetischen Krankheiten, wie z.B. der Bluterkrankheit, die nur auf Söhne vererbt wird sinnvoll sein, das Wunschgeschlecht hingegen im Vorfeld zu bestimmen, sehen viele zu recht kritisch. Daher werden Präimplantationsdiagnostikfälle in vielen Bundesländern von Ethikkommissionen geprüft.

Wie wird die Präimplantationsdiagnostik durchgeführt?

Zunächst einmal werden Spermien und Eizellen außerhalb des Körpers zusammengebracht. Die befruchtete Eizelle beginnt sich zu teilen. In diesem Frühen Embryonalstadium werden ein bis zwei Zellen zur genetischen Untersuchung entnommen, die dann im Labor auf Gendefekte untersucht werden. Anschließend wird nur der gesunde Embryo in die Gebärmutter zurückgesetzt.

Man kann dazu stehen, wie man will, jedoch bleibt als Alternative zur PID nur eine Fruchtwasseruntersuchung. Werden dabei genetische Schäden festgestellt, bleibt dann – wenn überhaupt – nur eine Abtreibung.

Foto: Jose Torres / freeimages.com

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Kristian Kretschmann

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