Rollatoren – ein Überblick über Modelle, Kosten und Tücken

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Ein Rollator gewährt Menschen mit Gehbehinderung die größtmögliche Bewegungsfreiheit. Bevor die Rollatoren in den 90er Jahren in Deutschland Einzug hielten, bestand eine Lücke zwischen dem Gehen mit einem Stock und dem Gefahren-Werden im Rollstuhl. Der Rollator schloss diese Lücke und bietet seither vielen Menschen die Möglichkeit, sich trotz Gehschwäche selbständig fortzubewegen und dem Rollstuhl vorzubeugen. Mobilität ist Freiheit – mit einem Rollator können Sie wieder selbständig und eigenverantwortlich am Leben teilnehmen.

Welche Vorteile hat ein Rollator?

  • Stabiles Gehen
  • Haltegriffe mit Bremsen
  • Möglichkeit sich zu setzen
  • Transporthilfe für Einkauf
  • Zuhause als fahrbares Tablett einsetzbar
  • Auf engstem Raum verstaubar

Welcher Rollator ist der Richtige für mich?

Die Voraussetzungen zur Benutzung eines Rollators sind, dass man noch beide Beine belasten und sich mit beiden Armen abstützen kann. Der Rollator ermöglicht Ihnen, gewisse Strecken selbständig zurück zu legen und Symptome wie Schwindel oder Gleichgewichtsstörungen auszugleichen. Werden die Beine zwischendurch schwach, kann man sich an jeder Stelle hinsetzen, um sich etwas auszuruhen. Welchen Rollator Sie für sich wählen, sollten Sie von seinem Einsatzgebiet abhängig machen.

Rollatoren sind in folgenden Klassen zu bekommen:

  • Einsteiger-Rollator
  • Profi-Rollator
  • Outdoor-Rollator

Der Einsteiger-Rollator richtet sich an jene Menschen, die noch relativ gut zu Fuß unterwegs sind und nur bei längeren Strecken Schwierigkeiten bekommen. Ebenso ist er die richtige Wahl für jene, die zu Hause ab und zu mal eine Unterstützung brauchen, um z.B. ein Tablett mit Essen in der Wohnung zu transportieren.

rollator

Ein Rollator unterstützt viele ältere Menschen in ihrer Beweglichkeit.

Der Profi-Rollator ist für die tägliche und intensive Nutzung konstruiert. Seine Verarbeitung ist entweder stabiler oder seine Funktionen sind vielfältiger. Das könnte zum Beispiel eine bessere Verstaubarkeit im Kofferraum sein, besser ausgelegte Bremsen, Halterungen für Unterarmgehstützen, etc.

Der Outdoor-Rollator ist ein speziell auf Wald- und Schotterwege ausgelegter Rollator. Er eignet sich zwar nicht für eine Alpenüberquerung, lässt aber ausgedehnte Spaziergänge in der Natur und an Stadtranderholungsgebieten zu.

 Die Kosten eines Rollators

In Deutschland werden zu 98% die Rollatoren von Ärzten verschrieben und schließlich von den gesetzlichen Krankenkassen finanziert. Für die Auslieferung an den Patienten ist letzten Endes der Sanitätsfachhandel zuständig. Je nach Kasse und Region bekommt der Händler von der Kasse eine Pauschale zwischen 79.- und 149.- Euro. Für diesen Betrag wird dem Kunden ein zuzahlungsfreier Rollator inklusive Garantie und Einweisung zur Verfügung gestellt. In der Regel handelt es sich dabei um ein kostengünstiges Standardmodell ohne Zubehör und Extras. Der Nutzer kann nicht zwischen den Modellen wählen, er kann sich keine Farbe aussuchen oder selbst entscheiden, ob er einen neuen oder gebrauchten Rollator bekommt.

Der Rollator außerhalb der gesetzlichen Krankenkasse

Wenn Sie sich selbst einen Rollator aussuchen möchten, können Sie diesen in der Regel beim Orthopädie Fachhandel mit einer Zuzahlung zum Beitrag der gesetzlichen Krankenkasse erstehen. Da im medizinischen Bereich die Preise meist sehr hoch angesetzt sind, lohnt sich auch der Blick in verschiedene Onlineshops, die Rollatoren im Angebot haben. Hier kann man zum Beispiel sehr gute Rollatoren zu günstigen Preisen kaufen. Diese stehen denen im Fachhandel in nichts nach und kosten oftmals nur die Hälfte. Bitte achten Sie bei einem Kauf im freien Handel aber unbedingt auf optimale Qualität – hier geht die Sicherheit vor. Stiftung Warentest liefert zu diesem Thema auch interessante Ergebnisse. Möchten Sie Zubehör zu Ihrem Rollator kaufen, lohnt es sich auch hier vorher zu vergleichen. Einige Artikel werden saisonbedingt reduziert und befinden sich dann zeitweise im Angebot. Übliches Zubehör sind z.B. die Rollator-Garage, Rückspiegel und Rücklichter.

Foto: Hans Thoursie / freeimages.com

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Kristian Kretschmann

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