Salz – mehr als ein Gewürz

Salzstand auf dem Markt in Avignon
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 Seit wann verwenden die Menschen Salz?

Ausgrabungsfunde zeigen, dass Salz bereits etwa 10.000 v.Chr. Verwendung fand. In den Regionen, in denen Salz vorhanden war, siedelten die Menschen. Sie schätzten Salz nicht nur wegen der Würze sondern auch der Möglichkeit, Vorrat anzulegen. So wurde schon früh Handel mit dem begehrten und wichtigen Gut betrieben. Erste Handelswege und zugleich älteste befestigte Straßen waren die nach ihm benannten Salzstraßen. Hier kennt die Geschichte, als älteste von den Römern erbaute Handelsstraße, die Via Salaria.

In Deutschland entstand im Mittelalter zum Beispiel der bayrische Salzweg von Reichenhall über Landsberg bis an den Bodensee. An diesen Straßen entstanden natürlicherweise Städte.

Salzsteuern, Wegezölle und Handelsrechte, sogenannte Niederlagsrechte, brachten Städten und Landesfürsten schließlich  Einnahmen auf den für den Transport vorgeschriebenen Straßen. Das wichtige Handelsgut hat die Geschichte der Menschheit beeinflusst und sogar Kriege ausgelöst.

Was ist Salz?

Salz ist ein wichtiger Geschmacksträger, der  neben dem Natriumchlorid noch etwa 5% Spurenelemente enthält und zum Funktionieren des Stoffwechsels unerlässlich ist.   Natrium kümmert sich um den Wasserhaushalt und die Funktion der Nerven in unserem Körper. Chlorid bildet die Salzsäure im Magen. Die im Magensaft enthaltene Salzsäure tötet krank machende Einzeller ab und spaltet Proteine. Da Salz vom Körper nicht selbst gebildet werden kann, muss es ihm zugeführt werden. Besonders ältere Menschen und Leistungssportler sollten daher auf ausreichende Zufuhr achten.

Wie viel Salz ist gesund?

Salz war so teuer, dass es nur sehr sparsam verwendet wurde und häufig nur den Reichen vorbehalten war. Heute kennen wir kaum noch Salzmangel, ja es wird sogar vor den Folgen von zu viel Salzkonsum gewarnt.

Salzstand auf dem Markt in Avignon

Salzstand auf dem Markt in Avignon

Einige Mineralwässer und viele Fertigprodukte haben einen hohen Anteil an Salz. Gesundheitsorganisationen raten daher auf die richtige Zufuhr von Salz zu achten. Sie empfehlen höchstens 6 g pro Tag. Nimmt ein Mensch weniger als ein Gramm Salz zu sich, lässt die Fähigkeit sich zu konzentrieren nach und es kann sich negativ schwerwiegend auf das Gehirn auswirken.

Daher sollten Personen, die empfindlich auf Salz reagieren, weniger als 6 g zu sich  nehmen.

Hausmittel Salz

Wer kennt es nicht, wenn der Hals kratzt, gurgeln wir mit spärlich im Wasser gelöstem Salz. Als Mundwasser desinfiziert es und vertreibt Mundgeruch. Zahnsalz zum Putzen der Zähne ist eine gesunde  Alternative zur üblichen Zahncreme. Bei Akne und Schuppenflechte als preiswertes Mittel hilft ein Salzwasserdampfbad der geschädigten Haut. Die Haut wird gereinigt und gleichzeitig desinfiziert. Regelmäßig angewendet verschwinden die Pickel.

Salz in der Suppe

 Das Salz als Geschmacksverstärker ist aus der Küche  nicht mehr weg zu denken. Die Vielfalt der heute angebotenen Kristalle ist Luxus pur.  Meer- und Steinsalze aus aller Welt kitzeln unsere

Geschmacksnerven. Kalahari-Wüstensalz, Indisches Pyramidensalz, Blaues Salz aus Persien, Rauchsalz sind Besonderheiten nicht nur für unsere Augen. Auch der Geschmack ist unterschiedlich, von süßlich oder nussig über  rauchig bis leicht herb, Geschmacksnerven was begehrt ihr mehr?. Das Salz selbst in nicht immer weiß oder grau, vielmehr präsentiert es sich auch in bernsteinfarben, schwarz, grün oder rosa, je nach Herkunft und Gewinnung.

Salz auf der Haut

Die Kosmetikbranche hat längst das Salz für die Gesundheit und Schönheit unserer Haut entdeckt.  Cremes, Masken, Peeling, Duschgels, die Palette der Angebote ist breit gefächert.  Vor allem Menschen mit Problemhaut und Allergiker greifen gerne zu Produkten auf der Basis „gewonnen aus dem Meer“, enthalten sie doch keine Öle  und sind zudem pH-neutral.

Natürlich muss es nicht immer ein teures Präparat sein. Selbst hergestellt aus Salz und Olivenöl, fünf Minuten in kreisenden Bewegungen von außen nach innen sowie unten nach oben, danach mit warmem Wasser abwaschen, auch dann zeigt sich der Erfolg für die strapazierte Haut.

Die Füße wollen hin und wieder auch einmal liebevoll behandelt werden, tragen sie uns doch tagtäglich durch das Leben. Hier genügt ein Fußbad mit 1 g Salz auf ein Liter warmes Wasser für 15 Minuten. Wenn dann noch der Partner eine Verwöhn-Massage dazu liefert, werden die Füße vor Freude tanzen.

Überhaupt Massagen, die Salzmassage ist eine Nassmassage. Sie regt den Stoffwechsel und die Entschlackung an, entgiftet  und leitet Schwermetalle aus. Die Haut wird durch den Peelingeffekt gereinigt, weich, gestrafft und glatt. Dadurch können sich die Hautzellen wieder mit Flüssigkeit auffüllen und der Lymphfluss wird angeregt.

Für die Haut sehr empfehlenswert und weniger bekannt ist ein so genanntes Salzhemd. Man taucht ein Baumwollhemd in ein mit 30 g auf einen Liter warmes Salzwasser, wringt es aus und zieht es an. Dann mit wärmenden Decken,  mehreren dicken Handtüchern den Körper umwickeln und eine Stunde schwitzen, danach kurz abduschen. Diese Prozedur erzeugt einen geschlossenen Salzfilm auf der Haut und durch die Wärme werden Stoffwechselvorgänge aktiviert und die Körperzellen angeregt. Das Ganze ergibt eine reine Haut, ohne den Geldbeutel zu strapazieren.

Salz als Ritual und im Brauchtum

Im Zusammenspiel mit Brot soll Salz Kraft spenden, den Teufel und die Hexen vertreiben. Zur Taufe erhält der Täufling Brot und Salz um ihn vor bösen Geistern zu schützen.

Zum Einzug in ein neu gebautes Haus oder als Einzug in eine neue Wohnung soll das Duo die Bewohner vor Lebensmittelmangel schützen. In der Antike war es üblich den Verstorbenen als Wegzehrung Brot und Salz ins Grab zu legen.

 

Foto: Kristian Kretschmann

 

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Kristian Kretschmann

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