Was tun bei einer Pilzvergiftung

Giftig: der Fliegenpilz warnt mit seiner Farbe vor Verzehr.
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Nun ist es wieder soweit, die Nächte werden länger und kälter, morgens gibt es Frühnebel und so langsam liegen immer mehr bunte Blätter am Boden: Es wird Herbst und damit auch Pilzzeit. Doch worauf muss man achten, wenn man beim Spaziergang durch Wald und Flur gleich noch sein Abendessen sammelt? Nicht jeder Pilz ist essbar – klar, doch kennen Sie den Unterschied zwischen einem essbaren gedrungenen Wulstling und seinem zum Verwechseln ähnlich aussehenden Pantherpilz, der aber hochgiftig ist? Und was, wenn Sie statt einem Champignon einen Knollenblätterpilz erwischen?

Bei Pilzvergiftung hilft kein Hausmittelchen

Giftig: der Fliegenpilz warnt mit seiner Farbe vor Verzehr.

Giftig: der Fliegenpilz warnt mit seiner Farbe vor Verzehr.

Nach dem schönen Spaziergang wird die Pilzausbeute mit etwas Zwiebeln, Pfeffer und Salz  gebraten und lecker auf Brot serviert. Klasse, doch eine halbe Stunde später setzt das Unwohlsein ein. Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen sind  jetzt nicht auf die leichte Schulter zu nehmen und verlieren Sie keine Zeit, denn ein wirksames Hausmittel gegen die Vergiftung gibt es nicht. Stattdessen ist der Anruf beim Giftnotruf angebracht, besser noch der direkte Gang zum Arzt bzw. ins Krankenhaus. Nur hier kann man Ihnen gezielt helfen. Ganz besondere Vorsicht ist sogar geboten, wenn die Vergiftungserscheinungen erst Stunden nach dem Verzehr auftreten. Hier besteht meist Lebensgefahr, denn schwere Vergiftungen kündigen sich oft erst nach vielen Stunden an. In solchen Fällen ist sofort der Notruf 112 angebracht.

Erste Hilfe bei Pilzvergiftung

Wenn der Patient bereits bewusstlos ist, sollte er in die stabile Seitenlage gebracht werden, damit er nicht an Erbrochenem ersticken kann. Rufen Sie Hilfe beim Giftnotruf oder dem Notarzt und folgen Sie erst mal den Anweisungen. Sollten noch Reste der Mahlzeit da sein, sichern Sie diese und geben Sie sie dem Arzt mit, damit er feststellen kann, welcher Giftpilz die Ursache ist und wie man gezielt dagegen vorgehen kann. Notfalls reicht auch etwas Erbrochenes oder Reste vom Reinigen.

Vorsichtsmaßnahmen

Doch soweit muss es erst gar nicht kommen, wenn man ein paar Regeln beachtet. So sollte man nur Pilze essen, die man auch wirklich kennt. Bei der geringsten Unsicherheit, lassen Sie lieber die Finger davon oder Sie fragen einen Pilzsachverständigen um Rat. Vertrauen Sie Ihre Gesundheit aber nicht einem selbsternannten Pilzkenner an. Er kann sich auch irren! Den nicht genau einzuordnenden Pilz transportieren Sie sicherheitshalber getrennt von den anderen. Apropos Transport: Pilze gehören in einen offenen Korb – nicht in eine Plastiktüte.

Lassen sie von Schnecken angefressene Pilze stehen und sammeln Sie nicht blind alles ein, was in der Gegend rumsteht. Kontrollieren Sie lieber Ihren Fund genauestens.

Gefahr droht auch bei essbaren Pilzen

Eine Gefahr droht dem Pilzsammler auch bei essbaren Pilzen. Waldpilze können zum Beispiel auch vom Fuchsbandwurm befallen sein. Die Larven können Leber und  Lunge befallen und sogar das Gehirn zerstören. Im schlimmsten Fall führt das zum Tod. Pilze sollten daher nicht nur gründlich gereinigt werden, sondern auch ordentlich durchgegart werden. Nur dann werden Bandwurmeier abgetötet und Sie können die Pilze bedenkenlos essen.

Foto: Kristian Kretschmann

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Kristian Kretschmann

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