Blaubeere und Aroniabeere – Flavonoide für Ihre Gesundheit

Blaubeere
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Flavonoide gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen, die wir in den Blüten, Blättern, Kernen und Schalen finden. Jede Pflanze schützt sich selbst mittels dieser Pflanzenstoffe vor UV Strahlen, Krankheiten und Schädlingen. Flavonoide geben der Pflanze ihren bitteren Geschmack und Farbe. Diese sekundären Pflanzenstoffe ergänzen die Vitamine, Amino- und Fettsäuren sowie Mineralstoffe, die in der Nahrung enthalten sind. Daher haben sie eine wichtige Funktion was die Gesundheit der Organe des Menschen anbelangt.

Blaubeere

Blaubeeren

Eine Untergruppe der Flavonoide sind die dunkelblauen und violetten Anthocyane, welche durch ihr antioxydativ wirkendes Leistungsvermögen die Zellen im Körper schützen und somit die Gesundheit fördern. Der hohe Anteil dieser Anthocyane, speziell in der schwarzen Aroniabeere, stärkt zudem die Gefäße, wirkt gegen Viren, hemmt Entzündungen und ist Krampf lösend.

Wir finden diese Anthocyane in allen blauen Beeren, vorwiegend schwarzen Johannisbeeren, Kirschen und natürlich in Blaubeeren. Auch viele Gemüsesorten wie die Aubergine, der Rotkohl oder rote Zwiebeln enthalten einen hohen Anteil an Anthocyanen. Deshalb sollten sie vermehrt auf unserem Speiseplan auftauchen.

Flavonoide der Aroniabeere

Die Aronia- oder auch Apfelbeere, die zu den Kernobstgewächsen gehört, stammt ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas. Für die Ureinwohner dieser Region war sie besonders in den Wintermonaten wegen ihres hohen Vitamin- und Mineralstoffgehaltes von großer Bedeutung für die Ernährung. Wegen ihrer gesundheitlichen Wirkung und weil die Aroniabeere Kälte unempfindlich ist, wurde sie Anfang des 20. Jahrhunderts in Russland angebaut. Es gibt vier Arten der Aroniabeere, wobei die beiden Sorten Schwarze- und Rote Apfelbeere für den Verzehr, wegen ihrer besonders hohen Anteile an Wirkstoffen, am wertvollsten sind. Der Aroniastrauch liebt feuchte und saure Böden. Die ersten Früchte kann man im zweiten Jahr nach der Anpflanzung ernten. In Europa ist die herb-süße Frucht erst Mitte des 20. Jahrhunderts heimisch und beliebt.

Die Aroniabeere in der Volksheilkunde

Die medizinische Wirkung der Aroniabeere wurde von Naturkundigen sowohl aus Russland und einigen angrenzenden Staaten verbreitet. Wegen der hohen Anteile an Mineralstoffen, Vitaminen, pflanzlichen Farbstoffen und Säuren wurde die Apfelbeere immer beliebter. Sie wirkte vor allem entzündungshemmend, stärkend für die Schleimhäute und Gefäße, insbesondere in den Harn ableitenden Organen. Neben den Anthocyanen besitzt die Beere Vitamin C Magnesium, Eisen, Folsäure und Jod. Die Kombination aus diesen Stoffen, die im Vergleich zu anderen Pflanzen überdurchschnittlich hoch vorhanden sind, hat eine gesundheitsfördernde Wirkung bei Problemen mit der Schilddrüse, der Leber, des Magen-Darm-Traktes, bei Gallenbeschwerden und Diabetes. Eine weitere positive Auswirkung auf Gelenkprobleme, Thrombose, Harnwegsbeschwerden und Arteriosklerose kennzeichnen die Inhaltsstoffe der Aronia.

Anwendungsmöglichkeiten für „blaues Obst“

Es gibt viele Möglichkeiten, die Ernährung mit blauem Obst und Gemüse anzureichern. Hier ist Rotkohl, roh oder gedünstet, zum wöchentlichen Verzehr sehr zu empfehlen. Auberginen sollte man wegen ihres Solaningehaltes nicht roh verzehren. Ob gebacken oder gegrillt, als Dip püriert oder eingelegt, die Aubergine ist in jeder Zubereitungsart köstlich. Eine Schnittlauchblüte dekoriert jeden Salat mit roten Stängeln und hält viele Mineralstoffe und Vitamine bereit. Säfte und Tees oder Smoothies, Früchte in Joghurt oder als Kompott sind eine beliebte Bereicherung auf dem Speiseplan. Die Apfelbeere eignet sich auch als Trockenfrucht zum Knabbern zwischendurch.

Für Liebhaber der herben Marmeladen oder Gelees sind neben neben der Aroniabeere, Holunder und Heidelbeere zu nennen.

Dosierung und Nebenwirkungen

Mehr als 50-100 ml Saft oder auch mehr als 1-2 Tassen Tee sollten Sie auf keinen Fall täglich trinken. Dauerhafte Anwendung sollten mit einem kundigen Arzt abgesprochen werden.

Verfärbungen der Zähne und der Zunge sind die Folge des hohen Anteils der Anthocyane. Nach dem Trinken des Saftes der Apfelbeere putze ich mir daher meine Zähne mit Natron.

Foto: Kristian Kretschmann

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Kristian Kretschmann

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