Honig, Propolis, Gelée royale – gesunde Naturprodukte dank Bienen

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Die Geschichte der Bienen

Bereits in der Frühzeit der Menschengeschichte gab es den Honig, der vornehmlich zur Bereicherung des Speiseplanes, als Heilmittel sowie als Köder bei der Bärenjagd eingesetzt wurde. Eine 8.000 Jahre alte Höhlenmalerei in der Nähe von Valencia zeigt Honigjäger bei der Honigernte. Im Alten Testament führt Moses 40 Jahre lang die Israeliten aus ägyptischer Sklaverei nach Kanaa. Dabei verspricht er ihnen im Kapitel 3, Vers 8, dass er sie in ein gutes und weites Land führen wird, wo Milch und Honig fließt. Weitere Texte der Bibel weisen auf die Existenz und die Wichtigkeit der Bienen hin. Napoleon Bonaparte wählte sich die Biene als Wappentier und zierte seinen  Hermelinmantel, den er am Tag seiner Krönung trug, mit goldenen Bienen.

Honig, Propolis, Gelée royale: Bienenprodukte für die Gesundheit

Die Biene sammelt Blütenstaub, Nektar und  Honigtau und verarbeitet diese Substanzen zu Honig, Propolis, Wachs, Gelée royale und Pollen. Bei ihrer Sammelarbeit bestäubt sie gleichzeitig die Pflanzen, die sie besucht. Sie trägt dabei zur Erhaltung der Vegetation und direkt der Ernährung des Menschen bei. Ohne dieses Geschenk würde unser Speiseplan recht mager aussehen. Milben, Pestizide und Monokulturen sind die Ursachen,  dass in den letzten 50 Jahren immer mehr Bienenvölker zugrunde gegangen sind. Imker und Wissenschaftler sind besorgt über diese Entwicklung und behaupten, dass die Natur und mit ihr der Mensch ohne die Honigbiene nicht überleben kann.

Honigbiene bei der Arbeit

Das präbiotische Nahrungsmittel Honig besteht aus Zucker, Wasser, Vitaminen und Mineralstoffen. Es regt im  Darm das Wachstum von guten Bakterien an, was eine Stärkung des Immunsystems bewirkt. Gleichzeitig enthält Honig Stoffe, die Pilze und Parasiten, die sich im Körper des Menschen angesiedelt haben, absterben lassen. Honig enthält zudem ein Enzym – Glukoseoxydase- genannt, das  antibakteriell wirkt. Daher wird Honig, in diesem Falle medizinischer Honig, der aus einer Mischung von australischem und neuseeländischem Honig besteht, zur Auflage bei infizierten Wunden und auch bei Brandwunden verwendet.



Zu erwähnen ist der aus Neuseeland stammende Manuka Honig, hat er doch wesentlich mehr des Inhaltsstoffes Methylglyoxal als herkömmliche Honigsorten. Methylglyoxal wirkt  antiseptisch, wundheilend und antioxidativ. Wunden, die schlecht heilen, werden in einigen Kliniken in Deutschland mit einer medizinischen Mixtur aus neuseeländischem und australischem Honig erfolgreich behandelt. Tatsache ist, dass das Naturprodukt  Honig mit seiner antibakteriellen Wirkung vorteilhafter als ein herkömmliches Antibiotikum ist und keine Resistenzen bildet.

 

Heilende Eigenschaften des Honig

Schon 3000 v. Chr. lässt sich die Verwendung von Honig als Heil- und Nahrungsmittel bei den Ägyptern nachweisen. Heute werden unter der Bezeichnung Apitherapie viele Produkte der Biene zur Behandlung in der Medizin, als Naturheilmittel im Alltag und auch in der Kosmetik angewendet. Sekundäre Pflanzenstoffe, welche die Honigbiene beim Sammeln des Nektars aus der Pflanze aufnimmt, bilden unter anderen die Grundlage der Heilwirkung des Honigs.

Wenn man Honig alternativ als Naturheilmittel benutzen möchte, sollte man darauf achten, nur Naturprodukte in Bio-Qualität zu kaufen. Imker, die ihre Tiere artgerecht füttern und entsprechend halten, bieten Honige bester Qualität zu einem erschwinglichen Preis an, die eine Nutzung als Hausmittel zur Linderung bei Erkältung und kleineren Wunden ermöglichen. Die im Honig befindliche Gluconsäure bewirkt, dass viele Keime sich nicht vermehren können. Zudem trocknen sie aus, weil der Zucker des Honigs ihnen Wasser entzieht und sie in Folge davon absterben.

Da Honig sehr viel Fruchtzucker enthält, sollte man ihn sparsam genießen. Hier ist weniger oft mehr. Säuglinge bis zu einem Jahr dürfen keinen Honig bekommen, weil ihre Darmflora noch nicht voll ausgebildet ist. Wenn Honig in heißem Tee verabreicht wird, sollte dieser bevor man den Honig zufügt, nicht über 40° C heiß sein.

Propolis – das Schutzharz der Bienen

Die Bienen sammeln Harze aus Baumknospen, geben Wachs, Pollen sowie ätherische Öle dazu  und vermengen das Ganze mit einem Sekret aus ihrem Speichel. Das so erzeugte, bitter und scharf schmeckende Propolis, dient dazu, den Bienenstock vor  eingeschleppten Keimen und Bakterien zu schützen. Mehr als 150 verschiedene Inhaltsstoffe sind in Propolis festgestellt worden.

Als Creme oder Salbe wirkt sie bei Hautproblemen, wie Akne, Warzen etc.  Auch Fußpilz und rheumatische Beschwerden werden begleitend zu anderen Therapien mit Propolis Produkten angewendet. Menschen mit empfindlicher Haut können allergisch auf Produkte aus Propolis reagieren.  In Tropfenform oder als Pulver sollte Propolis stark verdünnt eingenommen werden. Bis zu 10 Tropfen auf ein Glas Wasser über den Tag verteilt, gilt als Dosierungsempfehlung.  Wer den Geschmack nicht mag, kann zu Kapseln, greifen, die es in der Apotheke gibt. Apotheken verwenden häufig bei selbst angefertigten Salben und Cremes Bienenwachs als Grundlage. Dieses Wachs schützt und heilt die Haut.

Gelée royale – der Futtersaft für Königinnen

Während ihres ganzen Lebens erhält die Bienenkönigin den besonderen Stoff Gelée royale, den die Bienen aus den am Kopf befindlichen Futtersaftdrüsen absondern. Dieser Saft fördert den Stoffwechsel der Zellen und soll bewirken, dass die Königin lange lebt und sich  fruchtbar vermehrt. Für Menschen mit Beschwerden in und nach den Wechseljahren, wird die Substanz pur oder in Kapseln angeboten. Dabei ist es vorteilhaft bei der Einnahme, die Kapsel mit Honig zu vermischen. Die empfohlene Verzehrmenge sollte nicht mehr als 1g pro Tag betragen.

Pollen – Heilmittel bei vielen Beschwerden

Die Biene sammelt bei ihrer Suche nach Honig die Blütenstaub der männlichen Blüten ein, welche an ihren am Körper befindlichen Haaren hängen bleiben. Beim Verlassen der Blüte mischen sie diese Pollen mit ihrem Speichel, der die Fermentierung ankurbelt und heilsame Wirkstoffe entwickelt. Wegen ihrer fett- und eiweißreichen Konsistenz, ihrer Vitamine und Mineralstoffe dienen auch die Pollen der Ernährung der Bienen. Das macht sie wiederum für Gesundheitsbewusste interessant, sollen doch die in den Pollen befindlichen Aminosäuren das Gehirn in seinen Funktionen stärken. Die Pollen können einfach so eingenommen oder mit anderen Speisen vermischt werden.

Bienengift gegen Allergie

Erwähnenswert ist die Wirkung von Bienengift wegen seiner schmerzlindernden Eigenschaft bei Rheuma und Gelenkentzündungen. Relativ neu ist die Verwendung der im Bienenstock befindlichen Luft zur Behandlung gegen Allergien, Atemwegserkrankungen, Kopfschmerzen, ja sogar Depressionen. Imker haben ein Verfahren entwickelt, bei dem die Abluft des Bienenstockes mittels eines Inhalationsgerätes eingeatmet wird.

Foto: Jason Hochman / freeimages.com

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Kristian Kretschmann

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