Gesund und lecker: Der Apfel

Äpfel: „Wunderwaffe“ gegen zu hohes Cholesterin

Erhöhte Blutfettwerte sind eine Volkskrankheit in Deutschland: Mehr als zwei Drittel leben mit einem zu hohen Cholesterinspiegel. Eine alte Volksweisheit sagt, dass ein Apfel am Tag den Arzt fern hält. Kann der Apfel auch gegen zu hohe Cholesterinwerte helfen und damit jede Menge Tabletten einsparen? Ja, er kann, aber erst mal von Anfang an…

Kelten und Germanen verarbeiteten den Apfel bereits zu Mus, Most und Saft. Urkundlich erwähnt wird die Sorte Bordorfer Apfel bereits 1170 von Zisterzienserinnen. In einer alten babylonischen Schrift aus dem 6. Jahrhundert v. Chr.  wird der Apfel bereits als Heilpflanze beschrieben. In der mittelalterlichen Medizin fand er ebenso Verwendung, wie in der heutigen Zeit.

Symbolik des Apfels

In Märchen taucht der Apfel als Symbol der Sexualität, der Fruchtbarkeit und des Lebens auf. Er findet auch Verwendung als Zierde in Wappen. Viele Gedichte und Lieder widmen sich dem Apfel. Im Jahr 1880 waren mehr als 20 000 Apfelsorten weltweit bekannt. In Deutschland gibt es heute 1.500 Sorten, wobei im Handel etwa 30 – 40 Sorten zu finden sind. Allerdings bieten Supermärkte lediglich  5 – 6 Sorten an.

Was ist drin im Apfel ?

Zunächst einmal ist der Apfel eine wirtschaftlich bedeutende Fruchtart , die zu 85% aus Wasser besteht. Aromastoffe bestimmen den Geschmack und die Sorte des Obstes. Diese Stoffe wiederum sind abhängig vom Klima, der Erntezeit sowie der Lagerdauer.

Sonnengereifte Äpfel enthalten besonders viel Vitamin C, Frucht- und Traubenzucker. Kalium unterstützt den Muskel- und Nervenstoffwechsel. Weitere Pflanzenstoffe wirken sich positiv gegen Herz- und Kreislauferkrankungen aus und stärken das Immunsystem. Die im Apfel enthaltenen Polyphenole sollen sogar helfen, das Krebsrisiko zu vermindern. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Menschen, die mehr als fünf Äpfel pro Woche essen, eine bessere Lungenfunktion aufweisen. Ebenso soll der Apfel das Risiko der Entwicklung von Alzheimer reduzieren. In Versuchen hat man die Lebensdauer von Tieren um 10% erhöht.

Apfel: „Wunderwaffe“ gegen zu hohes Cholesterin

Gegen Durchfallerkrankungen hilft als Hausmittel ein geriebener Apfel, der somit leichter verdaulich ist und durch das darin enthaltene Pektin im Darm aufquillt. Cholesterin senken ohne Tabletten: In Äpfeln enthaltene Pektine haben die Fähigkeit, Blutfettwerte dauerhaft um bis zu ein Viertel zu reduzieren. Millionen Deutsche könnten künftig auf die Einnahme von Medikamenten gegen erhöhte Blutfettwerte verzichten, wenn sie auf die natürliche Kraft von Pektinen vertrauen. Zu diesem Ergebnis kommen mehrere Studien, die die Wirkung dieser löslichen Ballaststoffe auf den menschlichen Organismus untersuchten. Durch Apfelpektin lassen sich Cholesterinwerte dauerhaft um etwa ein Viertel senken. Nachgewiesen haben diesen positiven Effekt unter anderem Wissenschaftler der Florida State University.

Erhöhte Blutfettwerte sind eine Volkskrankheit in Deutschland: Mehr als zwei Drittel leben mit einem zu hohen Cholesterinspiegel. Bei jedem dritten Bundesbürger sind die Werte sogar deutlich zu hoch. Erhöht heißt, dass sich zu viel von dem „schlechten“ LDL-Cholesterin im Blut befindet. Das kann zu dramatischen Folgen führen: In Blutgefäßen können sich Ablagerungen bilden. Diese behindern den Blutfluss und können ihn sogar vollständig zum Erliegen bringen. Die Verkalkung der Arterien erhöht so das Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle – in der westlichen Welt immer noch Todesursache Nummer 1.

Cholesterinsenkende Medikamente haben vielen Nebenwirkungen. Rund fünf Millionen Deutsche nehmen auch deshalb so genannte Statine ein. Diese Medikamente drücken den Cholesterinspiegel. Die Statine enthalten Enzyme, die die Produktion von Cholesterin hemmen. Allerdings haben diese Arzneien zahlreiche Nebenwirkungen: Statine können unter anderem Muskelschmerzen und Muskelschwäche verursachen, den Blutzuckerwert erhöhen und damit das Diabetesrisiko steigern. Zudem können die Cholesterinsenker die Leber schädigen, Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen oder auch zu Erkrankungen der Augen führen.

Das „gesunde Geheimnis“ der Pektine

Verschiedene Studien haben den Nachweis erbracht, dass sich erhöhte Cholesterinwerte auch auf natürliche Weise senken lassen. Als Schlüssel gelten dabei Pektine, wie sie unter anderem in hoher Konzentration in Schalen und im Gehäuse von Äpfeln vorkommen. Pektine sind unverdauliche Fasern und Gerüststoffe von Pflanzen. Sie dienen im menschlichen Organismus als Ballaststoffe. In ihrer Reinform sind Pektine ein bräunliches Pulver, das in einem komplexen Verfahren unter anderem aus dem Trester von Äpfeln gewonnen wird. Pektine finden unter anderem als Gelier- und Bindemittel in Marmeladen oder im Puddingpulver Einsatz. Sie haben jedoch noch eine andere, bisher kaum bekannte Fähigkeit: Ihr „gesundes Geheimnis“ liegt in einem Stoffwechselprozess im Darm.

Dort binden Pektine Gallensäure, die dann über den Stuhl ausgeschieden wird. Um neue Gallensäure zu bilden – notwendig für die Verdauung von Fetten – benötigt der Organismus Cholesterin. Bei diesem Prozess wird vorhandenes Cholesterin „verbraucht“ – und der Blutfettspiegel sinkt. Hinzu kommt ein weiterer Effekt: Wenn Bakterien im Darm das Pektin abbauen, entstehen so genannte kurzkettige Fettsäuren. Diese wiederum können die Neubildung von Cholesterin in der Leber hemmen.

Cholesterinsenkender Effekt vielfach nachgewiesen

Der cholesterinsenkende Effekt von Pektin ist inzwischen vielfach nachgewiesen, unter anderem von den Forschern Bahram Arjmandi und Margaret Sitton von der Florida State University. Die Einnahme von täglich 75 Gramm getrockneten Äpfeln führte danach zu ein einem Absinken des Cholesterinspiegels um rund 23 Prozent. In einer in der Wiener Klinischen Wochenschrift veröffentlichen Studie verabreichten Mediziner in Österreich Betroffenen mit sehr hohen Blutfettwerten zwischen 8 und 73 Jahren ein Präparat aus Apfelpektin. Bereits nach sechs Wochen war der Wert an schädlichem LDL-Cholesterin um bis zu 30 Prozent gesunken. Gleichzeitig erhöhte sich der Wert des nützlichen HDL-Cholesterins.

Wirkung ab sechs Gramm Apfelpektin pro Tag

Die cholesterinsenkende Wirkung des Pektins ist ab einer täglichen Aufnahme von sechs Gramm nachgewiesen. Mit dem im Englischen sprichwörtlichen „One Apple a Day keeps the doctor away“, also dem täglichen Apfel, der den Besuch beim Arzt ersparen soll, lässt sich diese Pektinmenge allerdings nicht erreichen: Bis zu zehn kleine oder fünf bis sieben mittelgroße Äpfel müsste man essen, um den entsprechenden positiven Effekt vollständig nutzen zu können.

In Deutschland ist hochreines, höchsten pharmazeutischen Standards entsprechendes Apfelpektin unter dem Handelsnamen „ApfelCholest“ erhältlich. Das Präparat, hergestellt in Laboren in der Bundesrepublik, enthält in der empfohlenen Tagesdosis von fünf Komprimaten sechs Gramm Apfelpektin und somit den Pektin-Gehalt von zehn Äpfeln.

Nicht nur unser Gaumen, auch der Magen und die Bauchspeicheldrüse freuen sich über einen Apfel.  Ernährungsberater empfehlen daher pro Tag fünf Mahlzeiten mit einer Handvoll Obst und Gemüse.

Ein Grund also Eva im Paradies nach zu eifern und öfter mal am Tag in einen knackigen Apfel zu beißen, zumal er wenig Kalorien enthält! Die Schale sollte man dabei allerdings mit essen, da gerade in und unter der Schale die meisten wertvollen Stoffe versteckt sind. Nicht zu toppen ist natürlich der ohne Düngemittel und Pestizide erzeugte Apfel aus dem eigenen Garten oder vom Biobauern.

Der Apfel in seiner Genussvielfalt

Nicht nur roh, auch gekocht, gedünstet und verflüssigt ist der Apfel eine willkommene Abwechslung in unserem Speiseplan. Zum Nachtisch oder als Beilage zu Gerichten oder einfach nur so als Durstlöscher in Saftform: der Apfel ist als heimisches Gewächs beliebt. Und wer hätte schon etwas gegen einen leckeren Apfelkuchen einzuwenden… Also guten Appetit!

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Kristian Kretschmann

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3 Kommentare

  1. Bis jetzt habe ich von vielen Sachen gehört, dass Sie gut gegen Cholesterin sind. Aber, dass Apfel so effizient ist wusste ich überhaupt nicht. Um ehrlich zu sein bin ich ein bisschen überrascht. Auf die andere Seite es ist immer schön neue Sachen zu wissen. Besonders, wenn Sie jemanden helfen können die sich mit solche Krankheit mehrere Jahre kämpfen

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