Kältekammer

Die positiven Effekte einer Kältekammer

Die Kältetherapie wurde bereits 300 v. Chr. von griechischen Ärzten zur Heilung von Krankheiten angewendet. Auch Sebastian Kneipp behandelte Patienten mit rheumatischen Leiden mit kalten Bädern. Die heute praktizierte Ganzkörperkältetherapie wurde 1980 in Japan eingeführt. 1984 wendete Reinhard Fricke Ganzkörperkältetherapien in Deutschland an. Heute wird die Kältekammer europaweit in der Medizin und bei Wellnessbehandlungen eingesetzt.

Wie wird eine Behandlung in der Kältesauna durchgeführt?

Bei der Kälteanwendung in einer Kältekammer wird Badekleidung oder Unterwäsche getragen. Exponierte Körperstellen, wie Füße, Hände und Stirn werden zusätzlich geschützt. Durch den Aufenthalt in Vorkammern (minus 10 und minus 60 Grad Celsius) wird die Feuchtigkeit, die sich auf der Hautoberfläche befindet, verdampft. Der Aufenthalt in der Anwendungskammer bei bis zu -110 Grad Celsius dauert ungefähr drei Minuten. Da keine Luftfeuchtigkeit vorhanden ist, wird die Kälte nicht als extrem wahrgenommen.

Einsatzmöglichkeiten für die Kältesauna

Im medizinischen Bereich wird die Eiskabine bei Erkrankungen des Rheumakomplexes, Arthrosen, degenerativen Wirbelsäulenerkrankungen, chronischen Hauterkrankungen, Fibromyalgie, Schlafstörungen, Depressionen und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt. Die Kältesauna wird auch von Leistungssportlern vor und nach dem Training angewendet. Auch im Wellnessbereich gewinnt sie immer mehr an Bedeutung. Sie wirkt wie ein Jungbrunnen und unterstützt Diäten. Der Kauf einer Kältesauna ist für Reha-Zentren, Heilpraktiker und Krankenhäuser aber auch für Fitnessclubs oder Kosmetikstudios sehr interessant.

Welche positiven Effekte hat eine Kältekammer?

1. Vermehrte Ausschüttung von Botenstoffen:

Die niedrigen Temperaturen regen die Absonderung von Adrenalin und Endorphinen an. Durch die verstärkte Produktion von Serotonin und Dopamin werden depressive Verstimmungen gemildert. Stress kann besser abgebaut werden, Schlafstörungen treten seltener auf. Durch die erhöhte Endorphin-Ausschüttung wird auch die Motivation von Sportlern erhöht.

2. Blockade der Schmerzempfindung:

Durch die schnelle Abkühlung der Haut auf fünf Grad Celsius werden die Schmerzrezeptoren blockiert. Die Nerven sind nicht mehr in der Lage, Schmerzreize an das Gehirn weiterzuleiten. Nach einem einmaligen Aufenthalt ist der Schmerz für mindestens vier Stunden verringert. Für einen dauerhaften Erfolg sollte die Eiskabine regelmäßig aufgesucht werden. Gelenke werden beweglicher, die Muskulatur entspannt sich.

3. Verringerung von Entzündungen:

Bei Minusgraden werden entzündungshemmende Stoffe ausgeschüttet. Chronische Entzündungen können leichter abheilen.

4. Anregung der Durchblutung:

Durch Anregung des Herz-Kreislaufzentrums wird die Durchblutung im ganzen Körper gesteigert. Das Gewebe wird besser mit Sauerstoff versorgt, Stoffwechselendprodukte werden schneller abtransportiert. Cellulite wird reduziert. Nach intensiven Trainingseinheiten beim Sport wird durch einen anschließenden Aufenthalt in der Eiskabine die Muskulatur entspannt, eine Ablagerung von Milchsäure findet nicht statt. Auch ein schmerzhafter Muskelkater kann so verhindert werden. Wird der Körper der Kälte vor dem Training ausgesetzt, kommt es durch die verbesserte Durchblutung zu einer Leistungssteigerung.

5. Anregung des Immunsystems:

Die kalten Temperaturen regen die normale Funktion des Immunsystems an. Allergien klingen schneller ab. Juckreiz durch Psoriasis oder chronische Hautentzündungen werden deutlich verringert.

6. Aktivierung des Stoffwechsels:

Durch die Kälte der Eiskabine wird der Ablauf von Stoffwechselprozessen angeregt. Mit der Nahrung zugeführte Energie wird schneller verbrannt, ein Gewichtsverlust ist die Folge.

Foto: Håvard Kristoffersen / freeimages.com
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Kristian Kretschmann

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