Stürze im Alter – eine Gefahr der man vorbeugen kann

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Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr von Stürzen – und die gehen meist nicht so glimpflich aus, wie in jungen Jahren. Untersuchungen haben ergeben, dass  etwa 30% der über 65-jährigen mindestens einmal jährlich stürzen. Dabei müssen circa 20% der davon Betroffenen medizinisch behandelt werden, wobei  Knochenbrüche mit ungefähr 10% zu  verzeichnen sind. Die Ursache von Stürzen können sowohl körperlicher als auch geistiger Ursache sein, oder an der Umgebung liegen.

Auslöser von Stürzen sind vielfältig

Schmerzen in Gelenken und an der Wirbelsäule – durch den Alterungsprozess verursacht –  können selbst kurze Wege zur Qual werden lassen. Die Folge davon: der Mensch bewegt sich weniger oder riskanter. Dadurch wird die Muskulatur abgebaut und geschwächt, die Koordination nimmt ab. Blutdruckschwankungen, Herzrhythmusstörungen und Schwindelgefühl, Erkrankungen im Bereich des Nervensystems, Seh- und Hörstörungen, all diese Altersbeschwerden können Auslöser von Stürzen im Alter sein.

Tabletten zur Entwässerung,  Abführmittel, Antidepressiva und auch Schlafmittel werden als Ursache  für eine mögliche Sturzgefährdung genannt, insbesondere wenn sie zu hoch dosiert sind oder gar falsch eingenommen werden. Dabei kann Alkoholkonsum sich noch verstärkend negativ auswirken. So genannte “Stolperfallen“ im Haus, wie zum Beispiel ein zu glatter Boden, rutschende Bettvorleger und Türschwellen sind häufig Auslöser für einen Sturz. Der Starrsinn im Alter lässt viele ältere Menschen auf Leitern, wackelige Stühle und ähnliche Konstruktionen steigen, um Arbeiten in der Wohnung zu erledigen. Treppenstufen ohne Handlauf, im Winter vereiste Gehwege und eine schlechte Beleuchtung in der dunklen Jahreszeit sind mögliche Gefahren für Stürze.

Dem Sturz vorbeugen – durch Bewegung im Alltag.

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Die Gefahr von Stürzen im Alter lauert überall – es wird nur nicht immer darauf hingewiesen.

Der von Stürzen Betroffene scheut weite Wege, er geht weniger aus dem Haus, verkriecht sich in den eigenen “vier Wänden“.  Depressionen, und zunehmende Ängste vor einem erneuten Sturz verringern seine Lebensqualität. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, erneut zu stürzen. Doch soweit muss es nicht kommen. Mit gezielten Trainings kann man dem Sturz prophylaktisch begegnen: Muskel- und Bewegungstraining, Gleichgewichtsübungen dienen dem Muskelerhalt und – bei regelmäßigem Üben – auch dem Aufbau und Festigung neuer Muskelfasern. Übungsprogramme zur Sturzprävention werden von verschiedenen Krankenkassen kostenlos angeboten. Wenn dann das Erlernte zu Hause regelmäßig fortgeführt wird, können innerhalb einer relativ kurzen Zeitspanne erstaunliche Fortschritte erzielt werden, was wiederum die persönliche Selbstständigkeit erhöht. Tanzen im Alter bewegt nicht nur die Muskeln, sondern führt auch aus der Isolation – gerade bei Alleinstehenden.

Wer täglich 30 – 40 Minuten auf unebenem Boden im Wald spazieren geht, aktiviert den Gleichgewichtssinn, die Muskeln erholen und stabilisieren sich. Zusätzlich gelangt Vitamin D in den Körper, was den Knochen zu Gute kommt, die zu einem sicheren Halt beitragen.  Auch wenn es schwerfällt oder gar Schmerzen bereitet, sollten zumindest einfache Übungen, häufiger und mit Pausen versehen, möglicherweise über den gesamten Tag verteilt, ausgeübt werden. Im Laufe der Zeit wird die Ausdauer sich bezahlt machen, die Beweglichkeit gesteigert werden, Schmerzen sich verringern und somit das Durchhaltevermögen belohnt werden.

Zur Vermeidung  von Stürzen und zur selbstständigen Fortbewegung gibt es neben den Stöcken oder Krücken auch noch Rollatoren. Damit sie ihre Funktion erfüllen können und nicht noch zusätzlich zu Haltungsschäden führen, sollten sie auf die Bedürfnisse seines Nutzers eingestellt sein.  Auf trittfeste und stabile Schuhe sollten ältere Menschen unbedingt achten.

Haltegriffe in Bad und Dusche, sowie eine Erhöhung des Toilettensitzes geben zusätzlich ein Gefühl der Sicherheit. Gepolsterte Hüftgürtel, so genannte Hüftprotektoren, fangen das Körpergewicht bei einem Sturz auf und können so schwerere Verletzungen vermeiden helfen. Wenn schon eine Sturzgefährdung oder Unsicherheit in den Bewegungen besteht, solle man seniorengerecht gebaute Wohnungen oder Umbauten, die die Bedürfnisse nach Sicherheit berücksichtigen, in Betracht ziehen.

Ganz allgemein gilt, nicht nur im Alter, regelmäßig und ausreichend zu trinken. Etwa 1,5 Liter am Tag wären dabei wünschenswert.  Ebenso wichtig ist die altersgerechte vollwertige Ernährung mit viel Obst und Gemüse. Auch medikamentös lässt sich die Sturzgefahr reduzieren. Ein Besuch beim Arzt sollte daher immer erfolgen, damit Senioren lange geistig und körperlich fit, vor allem unabhängig ihre Lebensqualität und die Freude am Alter erhalten können.

Foto: Laurens Meurs / freeimages.com

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Kristian Kretschmann

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