Die Birke – eine alte Heilpflanze

Die Birke - eine alte Heilpflanze
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Die Birke ein hilfreicher Baum

Das Aufstellen eines jungen, geschmückten Maibaumes zum 1. Mai ist in vielen Teilen Deutschlands und Europas ein Brauchtum, um den Frühling zu feiern. In vielen Religionen spielten die Birken bei den Urvölkern, zum Beispiel dem Baumorakel der Kelten, eine wichtige Rolle.

Ein kleiner Ausflug in die Pflanzenheilkunde (Phytotherapie)

Als Heilmittel fanden Birkenblätter und andere Pflanzenteile schon in der Antike Verwendung. Es gibt wohl mehrere Arten von Birken. Zu medizinischen Zwecken werden jedoch nur die Hängebirke (Weißbirke) und Moorbirke (Besenbirke), sowie Kreuzungen aus diesen beiden Arten verwendet.

Die Birke - eine alte Heilpflanze

Die Birke – eine alte Heilpflanze

Leicht zu erkennen sind die Birken an ihrer weißen Rinde. Sie werden bis zu 25 Meter hoch. Ihre Blüten, Kätzchen genannt, sind männlich und weiblich. Heute werden ihre Wirkstoffe besonders für Haut und Haare, sowie Blase und Niere angewendet. Sie wirken harntreibend, reinigen das Blut und sollen die Frühjahrsmüdigkeit vertreiben. Dabei besitzen die jungen Birkenblätter besonders viele Wirkstoffe, wie Pflanzenfarbstoffe, Saponine, Vitamin C, Harz, Bitter- und Gerbstoffe, sowie ätherische Öle. Gesammelt werden die Blattknospen im März, der Saft von März bis Mai, die Blätter von Mai bis Juni.

Birkentee für die Gesundheit

Die häufigste Anwendung der Birke ist wohl der Tee. Dazu werden Birkenblätter und Knospen der Birke mit heißem Wasser übergossen und 10 Minuten ziehen gelassen. Am besten trinkt man täglich eine Tasse frisch bereiteten Tee mäßig warm zwischen den Mahlzeiten. Der Tee soll sogar bei Stoffwechselerkrankungen helfen. Allerdings sollte man davon täglich drei Tassen über mehrere Wochen hinweg trinken.

Auch bei Erkrankungen der Haut, wie Schuppenflechte kann der Aufguss verwendet werden: Ob als Zugabe zu Bädern oder direkt als Wickel auf der Haut. Die Birke verleiht aber auch Schönheit, jedenfalls Ihrem Haar. Reste des Birkenaufgusses verleihen dem Haar Glanz und regen die Durchblutung der Kopfhaut an, was den Haarwuchs fördert und Juckreiz mildert.

Birkensaft als Hausmittel

Der leicht süßliche Birkensaft kann pur getrunken werden und wird vor allem von der Hängebirke als Hausmittel bei Gicht und Rheuma angewendet. Zwei bis drei Schnapsgläser am Tag sollten schon davon getrunken werden. Doch Vorsicht: Der Birkensaft beginnt schnell zu gären und entwickelt dann Alkohol. Da hilft auch die Aufbewahrung im Kühlschrank nicht. Daher sollte er in kleinen Portionen eingefroren werden. Birkensaft wird auch bei Hautproblemen oft angewendet

Birkenkohle und Birkenteer aus der Apotheke

Arzneimittel ist ein Arzneimittel bei Magen-Darm-Erkrankungen, das man in der Apotheke kaufen kann. Angewendet wird sie zum Beispiel, wenn man aufgrund von Durchfällen vermehrt Flüssigkeit verliert. Birkenkohle nimmt die Schadstoffe im Darm auf und kann somit bei Durchfall helfen. Birkenteer, der ebenfalls nur in der Apotheke erhältlich ist, wird aus dem Holz, der Rinde und den Wurzeln der Birke durch Destillation hergestellt. Er ist eine Vorstufe des Birkenpechs, das bereits in prähistorischer Zeit als Klebstoff Verwendung fand und zwar um verschiedene Materialien von Werkzeugen miteinander zu verbinden. Der Teer reizt die Haut und darf daher nur in kleinen Dosen und verdünnt aufgetragen werden. Fragen Sie unbedingt Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie sich für Birkenkohle oder Birkenteer interessieren.

Birke in Cremes

Die weiße Birkenrinde enthält einen Wirkstoff, der bereits im 18. Jahrhundert durch den deutsch-russischen Chemiker Johann Tobias Lowitz entdeckt und isoliert wurde. Die Birke erhält durch diesen Wirkstoff Betulin ihre weiße Rindenfarbe. Betulin schützt die Birke vor starker Sonneneinstrahlung, Schädlingen und Umweltbelastungen. Wissenschaftler bestätigen dem Betulin große Wirkung bei der Wundheilung der Haut.

Foto: Pasi Pitkanen/freeimages.com

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Kristian Kretschmann

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